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Dysphagie – Wenn das Schlucken zur Qual wird!

Unter einer Dysphagie versteht man eine Schluckstörung, welche durch Fehlfunktionen, der am Schluckakt beteiligten Strukturen, ausgelöst wird. Eine Dysphagie kann mit oder auch ohne Schmerzen auftreten. Sollte sie mit Schmerzen auftreten, so spricht man von einer Odynophagie.

Symptome

Schluckstörungen können eine Reihe an Symptomen mich sich bringen, dazu zählt vor allem das Druckgefühl eines Kloßes im Hals. Es kommt zu einem Hochwürgen von bereits gegessener Nahrung, sowie zu einem allgemeinen Würgreflex. Es kann, durch das entstehende Husten, zu Nahrungsresten in der Speiseröhre kommen, die zu weiteren Schluckstörungen führen. Es kann zu näselnder Aussprache kommen und im Extremfall ist die Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich. Als Folgeerscheinungen können Fieber und Lungenentzündungen auftreten. Es kommt teilweise auch zu einer Exsikkose, da nicht genug Wasser aufgenommen werden kann. Man spricht deshalb auch von einer Dehydration, welche eine Oligurie mit sich führt, da der Körper nicht mehr genug Urin synthetisieren kann, da ihm das Wasser aus der Nahrung in den Getränken fehlt.

Ursachen

Bei Schluckproblemen sollte in Mund- und Rachenraum nach der möglichen Ursache für die Dysphagie untersucht werden.

Bei Schluckproblemen sollte zunächst ärztlich in Mund- und Rachenraum nach der möglichen Ursache für die Dysphagie gesucht werden.

Es gibt eine Reihe an Auslösern für die Dysphagie, die körperliche und psychische Ursachen haben können. Bei den körperlichen Ursachen spielen vor allem, der Mundraum und die Mundhöle eine besondere Rolle. Hier kann es zur Entstehung von Tumoren kommen oder Verletzungen des Muskels, welcher den Schluckvorgang einleitet. Infektionen werden hier durch Viren, Bakterien, Pilze, Autoimmunprozesse, durch Strahleneinwirkung und durch Hitzeeinwirkung hervorgerufen. Ein Struma beziehungsweise eine Entzündung der Schilddrüse kann ebenfalls eine Dysphagie verursachen.

Neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz, kann auch zu einer Dysphagie führen. Morbus Parkinson, ein Schlaganfall, ein Schädel-Hirn Trauma, sowie weitere Erkrankungen im Bereiche des Gehirns können die Dysphagie auslösen.

Eine Dysphagie ist nicht nur auf physischer Ebene schlimm, sondern kann sogar durch ein psychisches Trauma ausgelöst werden. So scheinen viele Patienten mit Angst und Panikstörungen, sowie anderen psychischen Erkrankungen häufig diese Krankheit aufzuweisen.

Therapie

Sollte der Patient an einer schweren körperlichen Erkrankung leiden, so kann eine Magensonde bei der Nahrungsaufnahme sinnvoll sein. Mit einer Sprach- und Schlucktherapie können ebenfalls positive Ergebnisse erzielt werden. Hierbei werden vor allem die Muskeln trainiert. Sollte eine psychische Ursache hinter dem Leiden stecken, so kann eine Psychotherapie dabei helfen, die möglichen traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten und so das Wohlbefinden zu steigern.